Die zweite Saisonhälfte der Formelsport-Einstiegsserie ADAC Formel Masters im niederländischen Assen begann für Lucas Wolf mit unglaublichem Pech.
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Der Mörlenbacher Nachwuchsrennfahrer reiste nach seinem zuletzt sehr erfolgreichen Wochenende in Hockenheim hoch motiviert nach Assen und bestätigte mit der tollen vierten Position im Zeittraining bei schwierigen feuchten Bedingungen seine aufsteigende Form im erst vierten Autorennen seiner noch jungen Motorsport-Karriere. Lucas führte im Qualifying das Gesamtklassement sogar rundenlang an und musste sich nur in allerletzter Minute noch mit extrem knappem Abstand mit der zweiten Startreihe zufrieden geben.
Ein fulminanter Einstieg in das bisher vierte Wochenende der 2010er ADAC Rennsaison, welches fortan aber einen höchst unglücklichen weiteren Verlauf für den sympathischen Rennfahrer nehmen sollte.
Der ehemalige Kart-Champion startete fehlerfrei ins erste Rennen, wurde aber von einem nachfolgenden Konkurrenten in einem harten Manöver nach links abgedrängt. Da befand sich allerdings bereits ein weiterer Konkurrent und eine Kollision war unvermeidbar. Lucas Fahrzeug stieg auf und wurde bei dieser Aktion beschädigt. Der URD Rennsport Pilot musste zu einem unplanmäßigen Stopp an die Box und kämpfte fortan mit stumpfen Waffen. Der zwölfte Platz mit einer Runde Rückstand war das enttäuschende Resultat und brachte eine denkbar schlechte Ausgangsposition fürs sonntägliche zweite Rennen. Ein Einsatz im insgesamt elften Saisonlauf war übrigens nur deshalb möglich, weil die URD-Crew nahezu die komplette Nacht die Schäden an Lucas knapp 150 PS starken Formel ADAC reparierten.
Im zweiten Rennen hing der Youngster rundenlang hinter einen Konkurrenten fest und verfehlte mit der elften Position eine Top10 Platzierung nur knapp.
Das Pech sollte sich fortsetzen und bei seiner Aufholjagd im dritten Rennen musste Lucas nach einem Reifenschaden erneut unplanmäßig die Box ansteuern. Die 13. Position war eine weitere herbe Enttäuschung eines komplett verkorksten Wochenendes.
Der ansonsten stets gut gelaunte Racer tat sich im Gespräch mit den Journalisten schwer, sich ein Lächeln abzuringen:
“Ich bin total enttäuscht! Wir sind extrem stark ins Wochenende gestartet und ich bin überzeugt, dass wir hier unter Umständen sogar aufs Podium hätten fahren können. Der Unfall im ersten Rennen war total unnötig und hat uns für das restliche Wochenende komplett aus dem Rhythmus gebracht. Ich bedanke mich bei meinem Team, die in der Nacht zum Sonntag mein Auto wieder komplett neu eingestellt haben. Wir müssen Assen jetzt ganz schnell abhaken und uns auf das nächste Rennen Mitte August am Lausitzring konzentrieren. Da werden wir wieder voll angreifen und versuchen, die in Assen verlorenen Punkte möglichst wieder einzuholen.”
Internet: www.lucas-wolf.de












