Auch beim ersten Auslandsgastspiel der ADAC Formel Masters im niederländischen Assen glänzte der ADAC Stiftung Sport Förderkandidat Pascal Wehrlein mit einer starken fahrerischen Vorstellung. Der Mücke Motorsport Pilot fuhr im zweiten freien Training die schnellste Zeit und bewies im Zeittraining bei abtrocknenden Bedingungen eine für einen Rookie unglaubliche Coolness und Nervenstärke.
Pascal Wehrlein pokerte bei der Reifenwahl und setzte in den letzten Minuten des Qualifyings als einziger Pilot auf Slickreifen. Der ehemalige Kart-Champion traf die richtige Entscheidung, setzte den Vorteil der Slickreifen trotz teilweise noch feuchter Strecke perfekt um und distanzierte seine Verfolger um beachtliche drei Sekunden. Die Pole Position in seinem erst vierten Rennen im Formelsport war eine weitere schöne Belohnung für das Worndorfer Ausnahmetalent, nachdem Pascal bereits bei seinem zweiten Renneinsatz im Mai auf dem Sachsenring einen Sieg einfahren konnte.
Beim Start zum ersten Rennen verlor der Polesetter allerdings zwei Positionen. “Ich war durch die Startampel etwas verwirrt und habe den Start total verpatzt.” informierte Pascal nach dem Rennen. “Normalerweise gehen die Lichter der Ampel einzeln an, und dann innerhalb von einer bis fünf Sekunden komplett aus. Alle Lichter der Ampel in Assen leuchteten gemeinsam auf und gingen sofort wieder aus. Ich war überrascht und bin, wie einige andere Konkurrenten auch, zu spät losgefahren.”
Mit zu wenig Schwung verlor der ADAC Formel Masters Rookie in der ersten Kurve zwei weitere Positionen und fiel auf den fünften Platz zurück. Auf dem schwierigen Motorradkurs in Assen ist das Überholen sehr schwierig und bis zum Fallen der Zielflagge verbesserte sich Wehrlein schließlich bis auf den vierten Platz.
Diese Position belegte der sympathische Nachwuchsrennfahrer auch im zweiten Rennen und belegte im dritten Rennen den fünften Platz.
Pascal Wehrlein resümierte die Geschehnisse der beiden Rennen im Gespräch mit den aus Deutschland angereisten Motorsport-Fachjournalisten: “Ich hatte nach extrem schnellen Zeiten im freien Training und der Pole Position im Zeittraining speziell im zweiten und dritten Rennen trotz Windschatten auf den Geraden 4 km/h weniger Topspeed als meine Teamkollegin. Da unser Setup identisch war, müssen wir nun bis zum nächsten Rennen überprüfen, woran dieser Leistungsverlust gelegen hat. Ich werde in der Lausitz wieder voll angreifen und versuchen, wieder möglichst weit nach vorne zu fahren.”
Internet: www.pascal-wehrlein.de












