21.06.2010 Saisonhalbzeit in der Deutschen Kart Meisterschaft
 

100620 EP DKM18 OF 19313289 Teilnehmer läuteten im bayerischen Wackersdorf die zweite Saisonhälfte der Deutschen Kart Meisterschaft ein. Der dritte Saisonlauf des höchsten deutschen Kartsport-Prädikats präsentierte sich mit wechselhaften, stark bewölkten und für diese Jahreszeit deutlich zu kühlen Witterungsbedingungen.

Die anspruchsvolle Charakteristik des 1222m langen Kurses in der Nähe von Schwandorf ist seit jeher ein Garant für packende und meist hoch dramatische Rennverläufe mit vielen Überholmanövern. Dies sollte auch für dieses – vom ADAC Nordbayern professionell organisierte – Rennwochenende gelten. In der Schaltkartklasse (DSKM) ging der Finalsieg an den Tabellenführer Manuel Renaudie, der sich jedoch zuvor im Sprint noch einen kleinen Patzer leistete.

Die Junioren (DJKM) präsentierten die spektakulärsten Rennen und mit David Detmers (Sprint) und Dennis Olsen (Finale) zwei neue Laufsieger. An der Tabellenspitze liegt weiterhin Christian Sörensen, der allerdings einen schwierigen Start ins dritte DJKM Wochenende erlebte.
In der DKM ging an diesem Wochenende kein Weg am DP Racing Piloten Marvin Kirchhöfer vorbei, der in beiden Rennen als überlegener Laufsieger über die Ziellinie ging. In der Tabelle sieht es zwei Runden vor Schluss allerdings bereits nach einer erfolgreichen Titelverteidigung für Nicolaj Moller Madsen aus, der auch in Wackersdorf wieder kräftig Punkte sammelte.

DSKM: Manuel Renaudie mit Sieg im Finale nach dramatischer Aufholjagd

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Mit Marvin Meindorfer und Marcel Jeleniowski fehlten die beiden deutschen Aushängeschilder in der Deutschen Schaltkart Meisterschaft und die ersten fünf Startreihen nach dem Zeittraining waren komplett in ausländischer Hand. Der als Tabellenführer angereiste Franzose Manuel Renaudie (AVG-Racing) sicherte sich die Pole Position vor dem Niederländer Verdi Geurts (Fortuna Motorsport), dem Briten Jack Hawksworth (Team Maddox), Yard Pex – ebenfalls Niederlande (CRG Holland) und Mike Ryall (GB) (CRG Holland).

Renaudie knüpfte am Samstag nahtlos an sein erfolgreiches Oschersleben Doppelsieg-Wochenende an und stand nach zwei Siegen in den Heats auf der Pole Position für den sonntäglichen Sprint. Jack Hawksworth positionierte sich neben dem schnellen Franzosen, gefolgt von Mike Ryall und Rob Olierook (Dobla BV). Maik Siebecke (Team DMV e. V.) verbesserte seine 15. Zeittrainingsposition in den Heats bis auf den sechsten Platz und war im Grid der DSKM somit der beste deutsche Starter.

Jack Hawksworth erwischte einen perfekten Start zum Sprint und ging als Führender in die ersten Kurven. Der Team Maddox Pilot konnte sich aber nicht absetzen und Manuel Renaudie schien ab der ersten Sekunde entschlossen, seine beim Start “verbummelte” Pole Position schnellstmöglich wieder zurückzuerobern. Auf der dritten Position folgte Mike Ryall im Abstand von wenigen Zentimetern. Bereits in der zweiten Runde kam es dann in der Schikane zur Kollision zwischen Hawksworth und Renaudie. Renaudie fuhr seinem Konkurrenten aufs Kart und beide fanden sich neben der Strecke wieder. Mike Ryall erbte kampflos die Führung und einen kleinen Vorsprung. Der aus der achten Position gestartete Paolo de Conto (Energy Corse) war plötzlich in der Spitzengruppe zu finden und übernahm die zweite Position. Beide Piloten fuhren im weiteren Verlauf des Rennens ähnliche Rundenzeiten und setzen sich deutlich von den weiteren Verfolgern ab. Während im Mittelfeld zahlreiche Positionskämpfe stattfanden, waren die Positionen an der Spitze für den Rest des Rennens bezogen. Mike Ryall sicherte sich einen überlegen Laufsieg vor Paolo de Conto, Kevin Leytens, Verdi Geurts – der die schnellste Rennrunde fuhr – und dem schnellsten Deutschen (mit italienischen Wurzeln) Riccardo Negro (D.S. Racing).

De Conto war beim Start zum Finale hellwach, doch Mike Ryall konterte kurze Zeit später und kam als Führender aus der ersten Runde zurück. Nach einigen Rangeleien in der Spitzengruppe setzten sich Ryall und de Conto etwas von den Verfolgern ab. Riccardo Negro führte die Verfolgergruppe an, konnte aber trotz des engen Zweikampfs an der Spitze vorerst nicht aufschließen. Nach seinem Patzer im Sprint pflügte Manuel Renaudie mit kompromisslosen Manövern durchs Feld und lag zur Rennhälfte bereits an der fünften Position. Während Ryall und de Conto ihre Runden an der Spitze zogen, legte sich Renaudie nahezu in jeder Runde einen Gegner zurecht und schien speziell am Kurveneingang extrem stark. Renaudie fuhr – als einziger Schalter mit 47er Rundenzeiten – wie entfesselt auf und auch de Conto und Mike Ryall waren bis zum Fallen der Zielflagge leichte Beute für den AVG-Racing Piloten, der als Sieger des Finales seinen Fehler im Sprint schnell vergessen machte. Mike Ryall teilte sich das Podium mit Jack Hawksworth, der sich im letzten Renndrittel noch gegen Paolo de Conto durchsetzen konnte. Verdi Geurts und Riccardo Negro beendeten das Rennen auf der fünften und sechsten Position.

In der Meisterschaft zeichnet sich ein Zweikampf zwischen Renaudie (104 Punkte) und Ryall (83 Punkte) ab. De Conto hat mit 52 Punkten schon einen gewissen Rückstand, gefolgt von Geurts mit 48 Punkten.

DJKM: Detmers und Olsen feiern Premierensiege

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Der Ukrainer Daniil Pronenko (Solgat Motorsport) belegte in Addition der beiden Zeittrainingsgruppen den ersten Startplatz vor dem Niederländer Davey Koch (VF Racing Team), David Detmers (KSM Racing Team), dessen Teamkollegen Alexander Thurn und dem ADAC Hessen-Thüringen Piloten André Rudersdorf.

Die Reihenfolge nach zwei ereignisreichen Vorläufen lautete: Davey Koch, David Detmers, Kim Oomen (Keijzer Racing), Dennis Olsen (Energy Corse) und dem Zeittrainings-Polesetter Daniil Pronenko auf dem fünften Platz. Mit Luca Caspari (Energy Corse), Marek Böckmann (KSM Racing Team – ADAC Pfalz) und André Rudersdorf standen die drei besten deutschen Teilnehmer auf den Positionen sechs, sieben und acht.

Davey Koch verteidigte beim Start zum Sprint seine Pole Position erfolgreich. Dennis Olsen verbesserte sich auf den zweiten Platz, gefolgt von David Detmers und Luca Caspari. Diese Vierergruppe setzte sich schnell vom restlichen Feld ab und Caspari, Olsen und Detmers kämpften intensiv um die zweite Position. Davey Koch profitierte von dieser Rangelei und schob nach und nach einen immer größer werdenden Abstand zwischen sich und seine Verfolger. Im weiteren Rennverlauf bildete sich eine Sechsergruppe mit Caspari, Detmers, Pronenko, Olsen, Böckmann und Rudersdorf, die um die Vergabe der zweiten Position kämpften. Während Koch schon uneinholbar schien, verschoben sich die Positionen im Verfolgerpulk ständig. Eine anstehende Überrundung kurz vor Ende des Rennens würfelte die Plätze allerdings noch einmal kräftig durcheinander.

Koch büsste seinen Vorsprung und die Führung ein und beim Fallen der Zielflagge konnte sich David Detmers schließlich über seinen ersten Laufsieg in der DJKM freuen. Daniil Pronenko folgte auf der zweiten Position vor Dennis Olsen und dem buchstäblich in letzter Sekunde geschlagenen Davey Koch. Marek Böckmann belegte als bester deutscher Pilot die fünfte Position vor seinen Landsleuten Luca Caspari und dem glänzend aufgelegten André Rudersdorf. Der DJKM Tabellenführer Christian Sörensen startete nach Problemen in den Heats vom 28. Startplatz eine gelungene Aufholjagd und beendete das Rennen zumindest auf der zwölften Position.

David Detmers verteidigte seine Pole Position erfolgreich beim Start zum Finale. Direkt dahinter kollidierten mitten im Pulk Lucas Auer und Marek Böckmann nur wenige Meter nach der Startlinie und hatten fortan nichts mehr mit dem Ausgang des vorletzten Rennen des Tages zu tun. Davey Koch übernahm in der zweiten Runde die Führung von Detmers und beide konnten sich etwas absetzen. Dennis Olsen konnte in der Anfangsphase des Rennens als einziger den Anschluss an das Führungsduo halten.

Wenige Runden später rutschte die Spitzengruppe allerdings wieder näher zusammen und im Fünferpulk fegten die jungen Wilden über den Kurs. Detmers, Olsen, Pronenko, Koch, Sörensen und Oomen kämpften um den Sieg und die Positionen wechselten permanent. Der Solgat Motorsport Pilot Dennis Marschall fand nach einer beeindruckenden Aufholjagd im Sprint ebenfalls Anschluss an die Spitze und gegen Rennmitte war es lediglich Dennis Olsen, der sein Heil in der Flucht suchte. Der schnelle Norweger profitierte von einem unerbittlichen Kampf, der zwischen neun Piloten um die zweite Position entbrannt war. Nach einer Rangelei im Infield sortierten sich die Positionen endlich und sieben Runden vor Schluss lautete die Reihenfolge: Dennis Olsen mit deutlichem Abstand auf Kim Oomen, der wiederum fuhr mit deutlichem Abstand vor einer Dreiergruppe mit Detmers, Sörensen und Thill. Diese drei beharkten sich kräftig, verloren in den Zweikämpfen allerdings Zeit und plötzlich waren es wieder acht Teilnehmer, die auf der letzten Rille um den letzten freien Platz auf dem Podium kämpften. Beim Fallen der Zielflagge waren es schließlich Dennis Olsen, Kim Oomen und Christian Sörensen – der trotz einer fulminanten Aufholjagd die schnellste Rennrunde fuhr – die sich die Plätze auf dem Siegerpodium sicherten.

David Detmers setzte sich bei den weiteren Verfolgern durch und belegte die vierte Position vor den schnellsten deutschen Piloten Marcel Schultheiß (Mach1 Kart) und Dennis Marschall.

Christian Sörensen büßte nach einem schwierigen Wochenende in der Meisterschaft zwar etwas Punkte ein, liegt aber mit 81 Punkten immer noch deutlich in Führung, gefolgt von Dennis Olsen (58 Punkte), Marek Böckmann (42 Punkte), Lucas Auer (39 Punkte) und David Detmers (38 Punkte).

DKM: Überlegener Doppelsieg für Marvin Kirchhöfer

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Der Tabellenführer und Vorjahreschampion Nicolaj Moller Madsen (Energy Corse) fand sich im Zeittraining auf der ungewöhnlichen 17. Startposition wieder. Der “Platz an der Sonne” ging an den CRG Holland Piloten Niklas Brinkmann, der sich die erste Startreihe mit dem RS Motorsport Starter Thomas Krebs teilte. Ken Hoffmann (DR Germany), Marvin Kirchhöfer (DP-Racing Team) und Thomas Jäger (KSB Racing Team) belegten die Startpositionen drei bis fünf.

In den Heats kämpften die Piloten der “Königsklasse” mit schwierigen Gripverhältnissen. Der Däne Thomas Krebs kam mit diesen Bedingungen am besten klar und erkämpfte sich die erste Startposition für den sonntäglichen Sprint. Marvin Kirchhöfer, Thomas Jäger, Joel Johansson (Energy Corse) und Niklas Brinkmann belegten die Startplätze zwei bis fünf.

Bei starker Bewölkung aber trockenen Bedingungen starteten die DKM Piloten pünktlich um 11:30 Uhr in den Sprint. Thomas Krebs kam nicht optimal vom Fleck und verlor seine Pole Position an Marvin Kirchhöfer, während es gleich in der ersten Kurve zu einer Massenkollision im Mittelfeld kam. Marvin Kirchhöfer kam mit deutlichem Vorsprung als Führender aus der ersten Runde vor Thomas Krebs und Niklas Brinkmann.

Der DP Racing Pilot suchte fortan sein Heil in der Flucht, während gleich zehn Piloten im Pulk um die zweite Position kämpften. In dieser Gruppe tauchte plötzlich Nicolaj Moller Madsen auf und machte kurzen Prozess mit seinen Kontrahenten. Madsen übernahm kurze Zeit später die zweite Position vor Hendrik Grapp und Thomas Krebs. Mit einem Abstand von über sechs Sekunden konnte Kirchhöfer nur noch ein technischer Defekt stoppen, während sich das weitere Verfolgerfeld bei einsetzendem leichten Nieselregen wieder komplett zusammenzog.

Beim Fallen der Zielflagge war es schließlich Marvin Kirchhöfer, der den Sprint als überlegener Sieger vor Moller Madsen, Marcel Schwabe, Hendrik Grapp und Patrick Kappis beendete.

Das Finale der DKM wurde bei starker Bewölkung aber trockener Strecke pünktlich um 15 Uhr gestartet. Kirchhöfer verteidigte den ersten Platz und die Reihenfolge nach der ersten Runde lautete Kirchhöfer vor Schwabe, Madsen und Kappis.

Mit schnellen Rundenzeiten setzte sich Kirchhöfer bereits in der Startphase von seinen Verfolgern ab und Madsen, Schwabe, Kappis, Grapp und Johansson kämpften um die zweite Position. Nach einigen Runden war es nach wie vor Marvin Kirchhöfer, der an der Spitze deutlich dominierte, gefolgt von Moller Madsen auf der zweiten Position, der sich mittlerweile ebenfalls etwas von den weiteren Verfolgern absetzen konnte. Johansson, Schwabe, Krapp und Kappis kämpften verbissen um die dritte Position und wechselten mehrmals die Plätze.

Im letzten Renndrittel waren die ersten drei Positionen dann ziemlich deutlich bezogen. Marvin Kirchhöfer führte mit einem Abstand von knapp zwei Sekunden auf Nicolaj Moller Madsen, der ebenfalls über eine Sekunde Vorsprung auf Joel Johansson hatte. Lediglich um die vierte Position wurde noch in einer Fünfergruppe mit Schwabe, Grapp, Kappis, Krebs und Stolz intensiv gekämpft.

Marvin Kirchhöfer konnte sich beim Fallen der Zielflagge schließlich über einen blitzsauberen Doppelsieg freuen. Der DP Racing Pilot erlebte nach dem Überqueren der Ziellinie noch eine Schrecksekunde, weil sein Motor wohl just in diesem Moment den Dienst quittierte. Moller Madsen wurde Zweiter vor Joel Johansson, Hendrik Grapp, Luca Stolz (von 16 gestartet!) und Marcel Schwabe.

In der Tabelle sieht alles nach einer erfolgreichen Titelverteidigung für den Dänen Moller Madsen aus. Er führt zwei Veranstaltungen vor Ende der Meisterschaft mit 94 Punkten ziemlich deutlich vor Niklas Brinkmann (63 Punkte), Rick Nadin (59 Punkte), Marvin Kirchhöfer (57 Punkte) und Thomas Krebs (52 Punkte).

Serienkoordinator Stefan Wagner zeigte sich im Interview sehr zufrieden mit dem Ablauf des dritten DKM Wochenendes: “Wir haben sehr spannende Rennen gesehen und obwohl es zur Saisonhalbzeit erste Tendenzen gibt, sind die Meisterschaften in allen Klassen noch völlig offen. Die Veranstaltung war vom ADAC Nordbayern perfekt organisiert und ich habe von allen Beteiligten nur positives Feedback erhalten.”

 

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14.-16.05.2010 Int. DMV-Kartrennen Erftlandring-Kerpen
28.-30.05.2010 Int. ADAC-Kartrennen Oschersleben
18.-20.06.2010 Int. ADAC Würzburger-Kartrennen Wackersdorf
16.-18.07.2010 Int. ADAC-Kartrennen Ampfing
20.-22.08.2010 Int. ADAC-Kartrennen Hahn/Hunsrück